Impressionen aus dem Papier- und Marionettentheater-Museum in Schmiedebach

Galerie

Diese Galerie enthält 18 Fotos.

Vom 5.4. – 7.4.2013 fand im thüringischen Schmiedebach eine Papiertheater-Tagung statt. Bei dieser Gelegenheit habe ich einige Fotos in dem zauberhaften Museum, der Austragungsort für diese Veranstaltung war, geschossen.

Herzlich Willkommen!

Hier dreht sich alles um die kleinen Theater aus Papier, Pappe und Holz. Wir stellen an diesem Ort unsere eigene Papiertheater-Produkte vor, machen auf Ausstellungen, interessante Websites und Papiertheater-Vorführungen aufmerksam. Auch praktische Tipps für das eigene Spiel sollen in unserem Blog nicht zu kurz kommen.
Doch zu Beginn noch ein kleiner Einstieg ins Thema für die Erstentdecker. Papiertheater – andere Bezeichnungen lauten Spielzeugtheater oder Kindertheater – sind Miniaturtheater, die als Ausschneidebögen seit Anfang des 19. Jahrhunderts überall in Europa im Handel erhältlich waren.
Die Portalbreiten der kleinen Theater bewegen sich zwischen zirka 25 Zentimetern und beinahe 60 Zentimetern. Ein bürgerliches Publikum kaufte diese Ausschneidebögen zur Erbauung und Erziehung ihrer Kinder im Theater, in Papier- oder Buchhandlungen oder direkt an der eigenen Haustür. Die Bühnenbild- und Figurenbögen wurden dann im Kreise der Familie ausgeschnitten und auf Pappe geklebt. Anschließend probte man die Stücke gemeinsam und brachte sie im Rahmen der Familie zur Aufführung. Die Töchter des Hauses waren hierbei meistens für die musikalische Umrahmung zuständig, die Jungens für die Technik. Das Repertoire umspannte die damals gängigen Spielpläne der Opern- und Sprechtheaterbühnen. So finden sich spezielle Papiertheaterfassungen des Freischütz oder der Zauberflöte in fast allen Papiertheater-Verlagen. Im Spielzeugtheater-Repertoire durften aber auch natürlich Klassiker wie der Faust, Wilhelm Tell oder Othello nicht fehlen.

Szene aus Dornröschen

Das Bild zeigt ein Proszenium von der Firma Scholz mit einer Szene aus Dornröschen. Das Bühnenbild geht auf Entwürfe des Darmstädter Hoftheatermalers Carl Beyer für die Mainzer Firma Jos. Scholz zurück.

Wir wünschen Ihnen nun noch viel Spaß bei der weiteren Lektüre.